Geschichte der Paintner Kalkspatzen „Paintner Kalkspatzen" e.V. Painten Idealismus und Freude am gemeinsamen Musizieren bewog am 17.Februar 1971 24 sangesfreudige Herren im Gasthaus „Zur Post" in Painten einen Männergesangverein aus der Taufe zu heben. Bezogen auf das Vorkommen eines abbauwürdigen Jura - Kalksteins in der Paintner Gegend wählte man den Beinamen Kalkspatzen. Der Verein heißt seitdem Paintner Kalkspatzen. Zum ersten Vorstand wurde damals Hans Rödl gewählt, der sein Amt ohne Unterbrechung bis heute vorbildhaft führt. Als Chorleiter konnte zu Beginn Richard Meyer aus Aichkirchen gewonnen werden. Seinem Idealismus und seinem musikalischen Einfühlungsvermögen war es zu verdanken, dass der Chor in verhältnismäßig kurzer Zeit ein beachtliches Niveau erreichte. Im Jahre 1973 schloß sich der Verein dem „Oberdonau - Singkreis Ingolstadt" an. Dort findet er bis heute durch seine guten gesanglichen Leistungen bei den alljährlichen Kreischorfesten große Anerkennung. Einen gesanglichen Höhepunkt bildete eine Rundfunkaufnahme im Jahre 1976. Die aufgenommenen Lieder waren oft in den Sendungen des Bayerischen Rundfunks unter der Rubrik „Bayerische Chöre" zu hören. Im Herbst 1977 übernahm Walter Hansch aus Hohenschambach die Chorleitung. In seine Dirigentenzeit fiel auch die Feier des 10. Vereinsjubiläums, welches im Juli 1981 mit zwei Veranstaltungen gefeiert wurde. 1985 erfolgte eine weitere Aufnahme einer Musikkassette, bei der der Chor von einem Violinquartett begleitet wurde. Im Herbst 1988 übernahm wiederum Richard Meyer aus Aichkirchen die Chorleitung. Unter seiner Führung kam es zu einer Rundfunkaufnahme von drei „Bergwachtliedern", die für eine Fernsehsendung im Bayerischen Rundfunk vorgesehen waren. Im Laufe der Jahre veranstalteten und besuchten die Kalkspatzen zahlreiche Sängertreffen und knüpften dabei freundschaftliche Kontakte. Die Kalkspatzen waren auch Initiatoren vieler Wohltätigkeitsveranstaltungen. Bei der Jahreshauptversammlung im Jahr 1991 entschlossen sich die Vereinsmitglieder dem Sängerkreis Kelheim beizutreten. Der MGV Paintner Kalkspatzen ist seitdem Mitglied des Deutschen Sängerbundes. Ende 1995 gab der Dirigent Richard Meyer sein Amt als Chorleiter auf und übergab die Leitung an Thomas Übelacker aus Riedenburg, der dem Chor seit 1994 aktiv angehört und in Riedenburg an der Mädchenrealschule St. Anna seit 1993 die Fächer Musik und Deutsch unterrichtet. Die Paintner Kalkspatzen leisten durch zahlreiche öffentliche Auftritte, sei es bei Sängertreffen, Bunten Abenden, Weihnachtskonzerten, bei der Mitgestaltung von Gottesdiensten u.a. einen wesentlichen Beitrag zum kulturellen Leben in Painten und Umgebung. Im Moment besteht der Chor aus 38 aktiven Mitgliedern, die sich allwöchentlich zur Chorprobe im Vereinslokal "Zur Post" in Painten treffen. Im Jahr 1996 entschloß man sich zur Aufnahme einer eigenen CD. Diese CD mit dem Titel "Liederbogen", die Sie gerade in den Händen halten, gibt einen kleinen Ausschnitt des Repertoires der Paintner Kalkspatzen wieder. Die drei letzten Lieder auf der Compact Disk entstanden bereits bei einer früheren Aufnahme und wurden so in den Liederbogen übernommen. Lassen Sie sich nun musikalisch verzaubern, und genießen Sie die weltlichen und auch geistlichen Weisen des MGV Paintner Kalkspatzen. Wie kam es zum Entschluß, eine eigene CD zu produzieren? Aufnahmen von gemischten Chören findet man heute häufiger als Aufnahmen von Männerchören. Eine eigene CD zu haben, das wäre wirklich eine gute Sache. So dachten viele aktive Mitglieder, und so kam es, daß man sich dazu entschloß, eben eine eigene CD zu produzieren. Nach langen Verhandlungen mit Tonstudios suchten wir uns die Weryton - Tonstudios in München aus, um verschiedene Lieder aufzunehmen. Die Aufnahmetage waren der 15.03.1997, der 19.04.1997 und der 3.05.1997. Die meisten Sänger hatten natürlich noch keine Studioerfahrung, so dass die ersten Aufnahmen für viele ungewohnt waren. In einem solchen Studio herr-schen besondere Bedingungen, was die Akustik anbelangt. Aufgenommen wird in einem sogenannten akustisch totem Raum. Dort gibt es keinerlei Nachhall, der Klang eines Musikinstruments oder eben eines Chores ist einfach stumpf. Erst durch eine nachträgliche Bearbeitung mit Hall werden die Aufnahmen so hörbar, wie sie jetzt sind. Im allgemeinen gab es mit den Sängern keine Probleme bei der Aufnahme, da alle Stücke entsprechend vorher geprobt wurden. Aufgenommen wurden für die CD insgesamt 18 Werke aus verschiedenen Stilrichtungen. Von der geistlichen Musik bis hin zu Schlagern aus den 30 ger Jahren schlägt die CD einen musikalischen Bogen, was uns erwogen hat, sie Liederbogen zu nennen. Alles in allem war diese Aufnahme für den Chor ein Erlebnis, das keiner der Sänger mehr missen möchte.