Wer nicht ausbildet.... wird umgelegt!

 

KELHEIM (at). Bernhard Unger versteht die Handwerkskammer nicht. Der Juso-Vorsitzende findet es ,,unerklärlich", warum gerade diese Seite so allergisch auf das Plakat ,,Wer nicht ausbildet wird umgelegt" reagiert. In einer Stellungnahme stärkt jetzt auch die Kreis-SPD ihrer Nachwuchsorganisation den Rücken.

 

,,Ich stelle mich vollinhaltlich hinter die Forderung der Jusos, eine Leistungsplatzumlage zur Finanzierung der Ausbildungsplätze einzuführen", so MdL Johanna Werner-Muggendorfer in einer Stellungnahme zum Streit um das provokante Plakat. Sie und der Bundestagsabgeordnete Horst Kubatschka seien ,,sehr überrascht" über die der-

zeitige Aufregung. Die Forderungen der SPD nach mehr Ausbildungsplätzen und einer Umlagefinanzierung inklusive dem Motto ,,Wer nicht ausbildet wird umgelegt" seien ja nicht neu. Für die Landtagsabgeordnete ein Beweis, ,,daß Aktionen immer spektakulärer sein müssen, um wahrgenommen zu werden

,,Ich habe mich über den Brief von der Handwerkskammer geärgert", sagt Unger, ,,weil wir klargestellt haben, daß das Handwerk vorbildlich ausbildet." Wie berichtet hatte Geschäftsführer Hans Pschorr die Juso-Aktion als ,,instinkt- und geschmacklos" kritisiert. In einem Antwortbrief versuchten die Jusos noch einmal den Hintergrund ihrer Forderung darzustellen und Verständnis für die Aktion zu wecken.

Die Ausbildungssituation im Bundesgebiet sei verheerend, auch wenn sich der Mangel an Lehrstellen im Landkreis ,,erfreulicherweise nicht ganz so dramatisch" darstelle. Unger: ,,Wir haben der Handwerkskammer auch angeboten, sich im Rahmen unserer Aktionstage am 15. März mit einem Infostand darzustellen. Dieses Angebot haben sie jedoch nicht wahrgenommen."

Der stellvertretende Juso-Vorsitzende des Kreisverbandes, Christian Mildner, sieht mit dem Rummel um das ,,Revolver-Plakat" ein Ziel erreicht. ,,Das Schlimmste wäre gewesen, wenn wir uns die ganze Arbeit machen, das Plakat aufstellen, und keiner regt sich auf. Daß sich gerade die Falschen aufregen, da können wir nichts dafür!"

(Bild und Text: MZ)