KELHEIM: Für die Kreistags-Grünen ist eine krude Situation durch die Kommunalwahl entstanden. Die Öko-Partei hat einen Sitz im Kreistag hinzu gewonnen, kann aber durch die komplizierten Verteil-Verfahren am Ende als Verlierer ohne Ausschuss-Sitze dastehen. Grund hierfür ist die Tatsache, dass die kleinen Parteien — Junge Liste, FDP und ÖDP haben jeweils drei Sitze — sogenannte Listenverbindungen eingehen können. Mindestens vier Mandate braucht eine Partei im Kreistag, um Fraktionsstärke zu haben. Gehen JL, FDP und ÖDP miteinander eine solche Verbindung ein, haben sie neun Sitze — und damit mehr als die Grünen, die mit vier Sitzen erstmals Fraktionsstärke haben. Um zu verhindern, dass sie am Ende leer ausgehen, stellen die Grünen jetzt den Antrag, die Fraktionsstärke von vier auf drei zu senken. (ce)