Mittelbayerische Zeitung, Fr., 7. März 2008: (Auszug)

Von Hochburgen und Diaspora-Standorten

ORTSANSICHTEN Die Wahlen zum Kreistag spiegeln den Stadt-Land-Unterschied wi­der. Und sie zeigen: Die Kreistags- ist auch eine Per­sönlichkeitswahl.

VON MARTINA HUTZLER, MZ

LANDKREIS. Vom Gesamtergebnis der Kreistagswahl weichen die Stimmenanteile der Parteien in den 24 Gemein­den teils stark ab. Im Vergleich zum Gesamtresultat lassen sich daraus vor allem folgende Trends ablesen:

KOMMUNALWAHL 2008

Der neue Kreistag
Partei Stimmen-
Anteil
Sitze
CSU32,8424
SPD 17,9111
FW17,8010
Stadt-Land-Union SLU8,575
Grüne5,794
Junge Liste JL6,163
ÖDP5,613
FDP5,323
Wahlbeteiligung: 63,38%
In den kleinen Orten haben CSU und SLU ihre Hochburgen; einige Städte retten die SPD davor, in die poli­tische Drittklassigkeit abzustürzen. Ei­nen‘ Stadt-Land-Unterschied zeigen auch die beiden Öko-Parteien: Die Grü­nen holten überdurchschnittliche Re­sultate eher in den Städten, die ÖDP eher in kleinen Gemeinden. Die Freien Wähler sind vor allem in den Orten stark, wo sie Bürgermeister stellen. Bei der Jungen Liste scheint der Erfolg stark an die Aktivität ihrer Jungpoliti­ker im jeweiligen Ort gekoppelt zu sein. Und dort, wo der konservative Polit-Nachwuchs stark ist, drückt das oft das CSU-Resultat. Die FDP schließ­lich weist allerorten vergleichsweise konstante Ergebnisse zwischen Vier-Komma und Sechs-Komma auf.
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  Die Grünen hingegen sind vor al­lem in Kelheim und Abensberg stark; in der Babonenstadt schieben sie sich gar vor die FW auf Platz drei der Stimmanteile. Aus Kelheim kommen künftig drei der vier Grünen-Kreisräte, hier schrammte die Öko-Partei knapp unter der 10-Prozent-Marke durch.
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