ABENSBERG. Auf dem Energiefahrrad ging Manchem doch die Puste aus, denn ohne ordentlich Pedalpower, leuchtete die Glühbirne nicht auf. Um Strom, genauer um Ökostrom, ging es Richard Zieglmeier, dem Spitzenkandidaten der Grünen, der bei der Wechselstromparty vier bundesweit liefernde Stromanbieter empfahl, die ohne Atomstrom auskommen.
Zusammen mit Margit Kovács-Ernst (parteilos) führt er die offene Liste der Grünen in Abensberg an. Er hofft, auf ein zweites Mandat für die Grünen, um als Fraktion zu gelten. „Jeder Stadtratssitzung ist eine Fraktionssitzung vorgeschaltet“, die bislang ohne ihn stattfand. Und auch um in einen Arbeitskreis zu gelangen, braucht eine Partei Fraktionsstärke. „Da bin ich außen vor“, und so hofft er, sich mit Margit Kovacs-Ernst noch intensiver in die Abensberger Politik einbringen zu können.
Evi Attenberger hat die Nachricht über die geplante Erweiterung der Parkplätze des Einkaufszentrums Richtung Sallingbachtal zum Gespräch der Grünen in den Lauberger getrieben. „In den Allersdorfer Wiesen war ich schon als Kind“, sagt sie, „ich finde das schrecklich!“. Das ist Wasser auf Richard Zieglmeiers Mühlen, denn er sieht in den 168 Parkplätzen, die das Einkaufszentrum unbedingt benötigt, eine Salami-Taktik. „Das läuft in den nächsten Jahren weiter“, ist der Stadtrat der Grünen überzeugt, denn Max Braunmühl gehört das Gebiet bis zum Sallingbach. War der Stadtrat vor zehn Jahren einstimmig gegen eine Bebauung, so weicht das Argument Wirtschaftsförderung dem Erhalt eines der ersten bayerischen Arten- und Biotop-Schutzräume auf. „Obwohl da zwei Millionen Euro an öffentlichen Geldern, auch aus dem Landkreis hineingeflossen sind“, so Zieglmeier.
Margit Kovacs-Ernst liegt der Bildungsaspekt am Herzen. „Ich bin gegen das zentrale Bildungszentrum in Abensberg“, sagt sie, „ich finde eine Kinderkrippe im neuen Kindergarten in Offenstetten besser“.
Ein von Schülern betreutes Jugendtelefon findet sie wichtig und den barrierefreien Tourismus möchte sie fördern. „Was gut für Rollstuhlfahrer ist, ist auch gut für Kinderwagen und ältere Menschen“, da ist sich Margit Kovács-Ernst sicher. (xlf)