Mittelbayerische Zeitung, Mo., 18. Februar 2008:

Drei grüne Schlagworte

GRÜNE Landkreis soll „nachhal­tig, zukunfts­fähig und viel­fältig“ werden

„Wir sind eben gerade im Zeit­al­ter der Schul­sa­nie­rungen.“




CHRISTIANE LETTOW-BERGER.
KREISRÄTIN DER GRÜNEN

Nachhaltigkeit, das heißt für Grü­nen-Kreisrätin Christiane Lettow-Berger in erster Linie: Klimaschutz. Die Partei fordert einen Grundsatzbeschluss des Kreistags, wonach der Landkreis in einem bestimmten Zeitraum energie-und strom-autark wird: durch Einspa­rungen bzw. efflzienteren Einsatz und durch emeuerbare Energien, womit man vor Ort auch Wertschöpfung erzielen könne. Dieses Ziel zu erreichen, soll aus Grünen-Sicht Hauptaufgabe des künfti­gen Regionalmanagers werden.
  Zukunftsfähig werde der Kreis durch Investition in seine Schulen, so Let­tow-Berger, aber auch mit frühkindli­cher Förderung. Folglich begrüßt die Par­tei den Ausbau von Kindertagesstätten. Schul-Investitionen, das seien derzeit eben Gebäude-Sanierungen. Neben den schon beschlossenen Vorhaben soll nach dem Willen der Grünen auch die Förder­schule Thaldorf „so schnell wie möglich“ auf die Agenda, weil das Kultusministe­rium mit Sicherheit nichts Grundlegen­des an dieser Schulart verändern werde: „Bedauerlich, aber das ist so“.
  Die aufsuchende Jugendsozialarbeit will Lettow-Berger allerdings organisato­risch wie finanziell den Gemeinden überlassen; der Kreis solle allenfalls mit-konzipieren und koordinieren.
  Die Vielfalt im Kreis soll aus Grü­nen-Sicht mit dem Integrieren, dem Ein­binden einhergehen: seien es die Frauen (in politische Entscheidungen), Behin­derte (in ein barrierefreies touristisches Angebot) oder Migranten (in einen zu schaffenden Integrationsbeirat). (hu)

è Angepeilte Mandate: Fünf — also Frak­tionsstärke. Ansonsten tendieren die Grü­nen wieder zur Ausschussgemeinschaft mit der ÖDP.
è Frauenanteil auf der Liste: 28 von 60


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