Mittelbayerische Zeitung, Fr., 8. Februar 2008:

Ruf nach „freier Bahn“ verhallt erst mal

EINSTEIGEN Bad Abbach und Gundelshausen zu klein für Verbesserungen

Zu wenig frequentiert: der Bad Abbacher Bahnhof — Fahrkarten-Automat und ein höherer Bahnsteig rentieren sich aus Bahnsicht nicht.    Foto: Archiv

KELHEIM/BAD ABBACH. Die Bahnhöfe in Bad Abbach und Gundelshausen sind offenkundig zu gering frequentiert, als dass sich dort für die Bahn AG eine In­vestition in Fahrkarten-Automaten und in bessere Einsteige-Möglichkeiten loh­nen würde: Mit dieser Auskunft ließ der Bahn-Konzernbevollmächtigte für Bayern, Klaus-Dieter Josel, einen Vorstoß der Grünen abblitzen. Nun sollten Landrat Dr. Hubert Faltermeier sowie die Bürgermeister von Kelheim und Bad Abbach mit der Bahn verhandeln, um „eine vernünftige benutzerfreundliche Bahnanbindung“ zu erreichen, fordert die Grünen-Stadt- und Kreisrätin Christiane Lettow-Berger in einer Pressemit­teilung.
  Lettow-Berger ist nach eigenen An­gaben bei der Bürgerversammlung in Lohstadt-Gundelshausen auf die Proble­matik aufmerksam geworden: Dort hät­ten „zwei Bürgerinnen auf die schlechte Ausstattung und Einstiegsmöglichkeit auf den Bahnhöfen Gundelshausen und Bad Abbach hingewiesen“. Die Stadträ­tin gab die Beschwerden an Grü­nen-MdL Eike Hallitzky weiter, der sie auf einer Anhörung dem bayerischen Bahn-Chef Josel vorgelegt habe.
  „Dieser wies darauf hin, dass sich erstens bei 60 bis 70 Ein- und Ausstei­gern kein Fahrkartenautomat lohne und zweitens ein Anheben des Bahn­steigniveaus erst ab 1000 Bahnbenut­zern ins Auge gefasst würde“, gibt Let­tow-Berger die Antwort Josels wider.
  Diese Auskunft sei aber unbefriedi­gend: Gerade am Kurort Bad Abbach sei es wichtig, für ältere und gehbehinderte Kurgäste, aber auch für Eltern mit klei­nen Kindern und Kinderwagen, barrie­refrei die Bahn benutzen können. Das steigere zudem die Attraktivität des Kurortes und auch des Landkreises für den Tourismus. (mz/hu)


zur Pressemitteilung
zur Übersicht