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Pressemitteilung vom 17.11.2008
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BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Mittelbayerische Zeitung Pressemitteilung vom 17.11.2008 Sanieren und sparenDie Fraktion von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN im Kelheimer Kreistag lehnt einen Neubau des Landratsamtes im Donaupark ab und unterstützt weiter die Generalsanierung. Fraktionssprecherin Christiane Lettow-Berger: Die Sanierung des Landratsamtes Kelheim ist nach vorliegenden Zahlen nicht nur um viele Millionen Euro billiger als ein Neubau, sondern kann auch sofort im Interesse der Bediensteten begonnen werden. Ebenso liegen die Planungen und Kosten für die Generalsanierung inklusive Energiekonzept konkret vor, während die Kosten eines Neubaus nur eine grobe Schätzung darstellen und dafür überhaupt keine Planung existiert. Als unaufrichtig bezeichnet es Lettow-Berger, wenn von den Neubau-Befürwortern einerseits die Zweihäusigkeit des jetzigen Landratsamtes kritisiert werde, diese aber mit der kleinen Neubaulösung beibehalten würde. Mit der Formulierung, die Einhäusigkeit könne dann ja etappenweise erfolgen, wolle man offensichtlich die tatsächlichen Kosten herunterreden. Und auch bei einem Neubau des Landratsamtes müsste eine Sanierung sowohl des Anbaus als auch des Schlosses durchgeführt werden, einfach „wegschieben“ kann keine Lösung sein. Unbedingt vermieden werden muss, dass das Gebäude unsaniert brachliegt. Beeinträchtigungen während der Generalsanierung sind leider nicht zu vermeiden. Bei der Sanierung der Realschulen und der Gymnasien und des Krankenhauses mussten alle Betroffenen selbstverständlich damit zurecht kommen. Der Landkreis Kelheim ist der Wirtschaftlichkeit verpflichtet und darf sich bei in Zukunft sinkenden Steuereinnahmen nicht weiter übermäßig verschulden, unsere Landkreisschulen und ihre angemessene und zeitgemäße Ausstattung müssen Vorrang haben. Die bauliche Erweiterung der Berufsschule und FOS/BOS Kelheim muss Vorrang haben, alles andere wäre unglaubwürdig. Zusätzlich zu den bereits kalkulierten Sanierungen steht für den Landkreis noch die Frage im Raum, was mit dem Gebäude des ehemaligen Flüchtlingsheims (ehemaliges Altersheim und Krankenhaus) passieren soll. Auch dies ist mit Kosten verbunden. Das Landratsamt ist die Anlaufstelle für viele Landkreisbürger. Deshalb muss bei der Beschlussfassung für oder gegen die Generalsanierung und für oder gegen einen Neubau die Bürgermeinung berücksichtigt werden. In erster Linie geht es aber auch um die „Bürger-Millionen“, die hier verbaut werden sollen. Gerade deshalb muss der Landkreis Kelheim als bürgerfreundlicher Landkreis hier aktiv werden! Nicht zuletzt aber würden durch den Neubau wieder neue Flächen versiegelt. Die Verlegung des Landratsamtes auf die grüne Wiese würde zudem zu einer weiteren Schwächung der Kelheimer Innenstadt beitragen. Die Sanierung ist aus unserer Sicht nicht nur die wirtschaftlichste Lösung, sondern auch der Energieeinsparung verpflichtet. Auch die sanierten Bürogebäude mit Pultdach würden das Stadtbild nicht stärker beeinträchtigen als bisher. Die GRÜNEN forderten deshalb in einem offenen Brief an Landrat Dr. Faltermeier und die Kreisräte eine genaue Information für die Landkreisbürger und deren Beteiligung. offener Brief MZ-Artikel zur Übersicht |